AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Leistungen der SLIDE Agentur
1. Geltungsbereich und Definitionen
1.1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend «AGB») gelten für sämtliche Verträge, Leistungen und Angebote von SLIDE, Einzelunternehmen, Inhaber Akif Yaylaci, Forelstrasse 44, 3072 Ostermundigen (nachfolgend «Auftragnehmer»), gegenüber seinen Kundinnen und Kunden (nachfolgend «Auftraggeber»). Sie gelten sowohl gegenüber Unternehmen als auch gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten.
1.2 Vorrang und abweichende Bedingungen
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu. Individuelle Vereinbarungen im Einzelfall gehen diesen AGB vor.
1.3 Leistungen
Der Auftragnehmer erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Webentwicklung, Social-Media- Management, E-Mail-Marketing sowie damit verbundene IT- und Beratungsleistungen. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung.
2. Vertragsschluss
2.1 Angebot und Annahme
Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind. Der Vertrag kommt nach den Regeln des Schweizerischen Obligationenrechts (Art. 1 ff. OR) durch übereinstimmende gegenseitige Willensäusserung zustande, in der Regel durch die schriftliche oder elektronische Auftragsbestätigung des Auftragnehmers oder durch Beginn der Leistungserbringung.
2.2 Form
Bestellungen, Auftragsbestätigungen und wesentliche Vereinbarungen erfolgen in Textform (insbesondere per E-Mail). Mündliche Nebenabreden bedürfen zu ihrer Gültigkeit der schriftlichen oder elektronischen Bestätigung.
3. Vergütung und Zahlungsbedingungen
3.1 Preise
Massgebend sind die im Angebot genannten Preise in Schweizer Franken (CHF). Der Auftragnehmer ist nicht mehrwertsteuerpflichtig; es wird keine Mehrwertsteuer ausgewiesen oder in Rechnung gestellt.
3.2 Zahlungsplan
Soweit nichts anderes vereinbart ist, gilt folgender Zahlungsplan: 40 % der vereinbarten Vergütung sind als Anzahlung mit der Auftragsbestätigung bzw. vor Beginn der Arbeiten zur Zahlung fällig; die restlichen 60 %werden mit Fertigstellung bzw. Lieferung des Projekts fällig. Bei wiederkehrenden Leistungen (z. B. Social-Media- Management) erfolgt die Abrechnung periodisch gemäss Vereinbarung.
3.3 Zahlungsfrist und Verzug
Rechnungen sind innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zu bezahlen. Bleibt die Zahlung aus, gerät der Auftraggeber nach Ablauf der Zahlungsfrist bzw. nach Mahnung in Verzug. Ab Verzugseintritt schuldet der Auftraggeber einen Verzugszins von 5 % pro Jahr (Art. 104 Abs. 1 OR). Die Geltendmachung eines weitergehenden Schadens sowie angemessener Mahnspesen bleibt vorbehalten.
3.4 Leistungszurückbehaltung
Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, weitere Leistungen bis zur vollständigen Begleichung der ausstehenden Beträge zurückzubehalten bzw. einzustellen. Eine Übertragung von Nutzungsrechten (Ziffer 6) erfolgt erst nach vollständiger Bezahlung.
3.5 Mehraufwand und Preisanpassung
Wird der vereinbarte Leistungsumfang auf Wunsch des Auftraggebers erweitert oder verzögert sich die Leistungserbringung aufgrund fehlender Mitwirkung, ist der Auftragnehmer berechtigt, den Mehraufwand nach Aufwand zu vereinbarten oder branchenüblichen Ansätzen zusätzlich zu verrechnen.
4. Mitwirkung des Auftraggebers
4.1 Mitwirkungspflichten
Der Auftraggeber stellt dem Auftragnehmer rechtzeitig und unentgeltlich alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Inhalte, Zugänge und Freigaben zur Verfügung. Verzögerungen, die auf fehlende oder verspätete Mitwirkung zurückzuführen sind, gehen nicht zulasten des Auftragnehmers und können vereinbarte Termine entsprechend verschieben.
4.2 Verantwortung für gelieferte Inhalte
Der Auftraggeber sichert zu, dass die von ihm bereitgestellten Inhalte (Texte, Bilder, Logos, Daten usw.) frei von Rechten Dritter sind bzw. dass er über die erforderlichen Nutzungsrechte verfügt und nicht gegen Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder sonstige Rechte verstossen. Der Auftraggeber stellt den Auftragnehmer von diesbezüglichen Ansprüchen Dritter frei.
5. Termine, Abnahme und Mängel
5.1 Termine
Termin- und Lieferangaben sind unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich vereinbart wurden. Verbindliche Termine setzen die rechtzeitige Mitwirkung des Auftraggebers voraus.
5.2 Abnahme und Mängelrüge
Der Auftraggeber prüft die erbrachten Leistungen nach Lieferung und teilt allfällige Mängel innert 14 Tagen schriftlich mit. Erfolgt innert dieser Frist keine Rüge, gilt die Leistung als genehmigt. Berechtigte und rechtzeitig gerügte Mängel behebt der Auftragnehmer im Rahmen der Nacherfüllung unentgeltlich. Gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten bleiben die zwingenden Gewährleistungsrechte des OR vorbehalten.
5.3 Keine Erfolgsgarantie
Der Auftragnehmer schuldet eine fach- und sorgfaltsgerechte Leistungserbringung, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg (z. B. bestimmte Umsätze, Reichweiten oder Besucherzahlen), da dieser von zahlreichen, nicht beeinflussbaren Faktoren abhängt.
6. Urheber- und Nutzungsrechte
6.1 Rechteübertragung
Die vom Auftragnehmer geschaffenen Werke (Designs, Code, Konzepte, kreative Arbeiten) unterliegen dem schweizerischen Urheberrecht (URG). Nach vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung erhält der Auftraggeber die für den vertraglich vorausgesetzten Zweck erforderlichen, nicht ausschliesslichen Nutzungsrechte am gelieferten Endprodukt.
6.2 Vorbehaltene Rechte
Eine über den vereinbarten Zweck hinausgehende Nutzung, Weitergabe, Bearbeitung oder Weiterveräusserung bedarf der vorgängigen schriftlichen Zustimmung des Auftragnehmers. Rechte an Entwürfen, Zwischenständen, eingesetzten Werkzeugen, Bibliotheken und wiederverwendbaren Komponenten verbleiben beim Auftragnehmer.
6.3 Referenznutzung
Der Auftragnehmer ist berechtigt, die erbrachten Leistungen unter Nennung des Auftraggebers zu Referenz- und Marketingzwecken (z. B. im Portfolio und auf Social Media) zu nennen und darzustellen, sofern keine Vertraulichkeit vereinbart wurde. Der Auftraggeber kann dieser Nutzung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft schriftlich widersprechen.
7. Vertraulichkeit und Datenschutz
7.1 Vertraulichkeit
Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und verwenden sie nur im Rahmen des Vertragszwecks. Ausgenommen sind Informationen, die öffentlich bekannt sind oder die aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Pflichten an Dritte (z. B. Hosting-Provider) weitergegeben werden müssen.
7.2 Datenschutz
Der Auftragnehmer bearbeitet Personendaten nach Massgabe des anwendbaren Datenschutzrechts. Einzelheiten finden sich in der Datenschutzerklärung. Soweit der Auftragnehmer im Auftrag des Auftraggebers Personendaten bearbeitet, schliessen die Parteien bei Bedarf eine separate Vereinbarung zur Auftragsbearbeitung ab.
8. Beizug Dritter
Der Auftragnehmer ist berechtigt, zur Erfüllung seiner Leistungen Dritte (z. B. Hosting-Anbieter, Freelancer, Software-Dienste) beizuziehen. Er bleibt für die ordnungsgemässe Vertragserfüllung verantwortlich, sofern nichts anderes vereinbart ist.
9. Haftung
9.1 Haftungsgrundsatz und -beschränkung
Der Auftragnehmer haftet für Schäden, die er durch Verletzung seiner vertraglichen Pflichten verursacht. Soweit gesetzlich zulässig, ist die Haftung auf den unmittelbaren Schaden und der Höhe nach auf die für das betreffende Projekt tatsächlich bezahlte Vergütung beschränkt. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit von Hilfspersonen sowie für indirekte Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust wird – soweit gesetzlich zulässig – wegbedungen.
9.2 Zwingende Schranken (Art. 100 OR)
Eine Wegbedingung der Haftung für rechtswidrige Absicht und grobe Fahrlässigkeit ist nach Art. 100 Abs. 1 OR ausgeschlossen und gilt nicht. Ebenso unberührt bleiben die zwingende Haftung für Personenschäden sowie zwingende Haftungsbestimmungen zugunsten von Konsumentinnen und Konsumenten.
10. Vertragsdauer und Beendigung
10.1 Kündigung durch den Auftraggeber
Der Auftraggeber kann den Auftrag schriftlich beenden. In diesem Fall sind die bis zur Beendigung erbrachten Leistungen sowie bereits angefallene Auslagen und Drittkosten zu vergüten. Die zwingenden Bestimmungen des Auftragsrechts, insbesondere das jederzeitige Widerrufsrecht nach Art. 404 OR, bleiben vorbehalten.
10.2 Kündigung durch den Auftragnehmer
Der Auftragnehmer kann den Vertrag aus wichtigem Grund beenden, insbesondere bei Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen trotz Mahnung oder bei schwerwiegender Verletzung von Mitwirkungspflichten.
10.3 Folgen der Beendigung
Mit Beendigung enden laufende Support- und Wartungsleistungen. Bereits geschuldete Vergütungen bleiben geschuldet; bereits erbrachte und abgerechnete Leistungen werden nicht zurückerstattet.
11. Konsumentinnen und Konsumenten
11.1 Vorrang zwingender Bestimmungen
Gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten gelten diese AGB nur insoweit, als sie zwingenden Bestimmungen des Konsumentenschutzes nicht widersprechen; solche zwingenden Bestimmungen gehen vor. Im schweizerischen Recht besteht ein gesetzliches Widerrufsrecht nur in den vom Gesetz vorgesehenen Fällen (vgl. Art. 40a ff. OR). Für Online-Streitigkeiten von Verbrauchern aus der EU steht die Plattform der EU-Kommission unter ec.europa.eu/consumers/odr/ zur Verfügung.
11.2 Widerrufsrecht für Verbraucher in der EU
Verbraucherinnen und Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt in der EU, mit denen ein Vertrag im Fernabsatz geschlossen wird, steht nach Massgabe der Richtlinie 2011/83/EU grundsätzlich das folgende Widerrufsrecht zu:
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht. Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns – SLIDE, Akif Yaylaci, Forelstrasse 44, 3072 Ostermundigen, Schweiz, E-Mail info@slideagentur.ch, Telefon +41 78 326 29 52– mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das untenstehende Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs. Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf bei uns eingegangen ist. Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung bereits während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zum Widerruf bereits erbrachten Leistungen entspricht.
11.3 Vorzeitiges Erlöschen und Ausschluss des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht erlischt bei Dienstleistungsverträgen vorzeitig, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und mit der Ausführung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verlieren.
Das Widerrufsrecht besteht zudem nicht bei Verträgen über Waren oder Leistungen, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind (Art. 16 lit. c der Richtlinie 2011/83/EU). Da die Leistungen des Auftragnehmers (z. B. individuell entwickelte Websites, massgeschneiderte Konzepte und Inhalte) regelmässig nach Kundenspezifikation erstellt werden, ist das Widerrufsrecht in diesen Fällen ausgeschlossen.
11.4 Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An: SLIDE, Akif Yaylaci, Forelstrasse 44, 3072 Ostermundigen, Schweiz, info@slideagentur.ch
— Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung: ______________________________
— Bestellt am (*) / abgeschlossen am (*): ______________
— Name des/der Verbraucher(s): ______________________________
— Anschrift des/der Verbraucher(s): ______________________________
— Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): ______________
— Datum: ______________
(*) Unzutreffendes streichen.
12. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
12.1 Anwendbares Recht
Es gilt ausschliesslich schweizerisches Recht unter Ausschluss der Kollisionsnormen des internationalen Privatrechts sowie unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG / Wiener Kaufrecht).
12.2 Gerichtsstand
Ausschliesslicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist Bern (Schweiz). Zwingende Gerichtsstände, insbesondere der Konsumentengerichtsstand nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung (Art. 32 ZPO), bleiben vorbehalten.
13. Schlussbestimmungen
13.1 Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchsetzbar sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
13.2 Änderungen
Der Auftragnehmer kann diese AGB jederzeit anpassen. Für bestehende Verträge gilt die im Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung, sofern Änderungen nicht ausdrücklich vereinbart werden.
13.3 Kontakt
Für Fragen zu diesen AGB:
SLIDE – Akif Yaylaci
Forelstrasse 44, 3072 Ostermundigen
info@slideagentur.ch
+41 78 326 29 52
Stand: Juni 2026
